Hühner im Handgepäck?

Tansania - ein Land für Hobby Abenteurer und Sonnenhungrige

 

Wer Entspannung und Abenteuer zugleich sucht, nicht mehr als 2-3 Wochen Zeit hat, der ist in Tansania sehr gut aufgehoben. Der Mix aus Trockenwäldern, Savannen, weißen Sandstränden, türkis blauem Meer, wilder Busfahrten und Safari Touren, ist ideal für Naturliebhaber, Backpacker und Abenteurer.

 

Einen günstigen Flug zu buchen mit ca.12 stunden Aufenthalt in Istanbul mag für manche eine ganz schön lange Umsteigezeit sein. Für mich war das der perfekte beginn, um einmal in die Metropole am Bosporus reinschnuppern zu können . Ich mag solche long layover Verbindungen. Diese geben einen die Chance nicht nur zum gewünschtem Reiseziel zu kommen, sondern auch die Gelegenheit, zwischendurch einen kleinen, und quasi im Flugpreis inbegriffenen, Citytrip mit zu erleben. Los ging es also von Berlin über Istanbul nach Daressalaam. Der Hauptstadt von Tansania. Nach einem langem Flug und einer wilden Fahrt im Taxi, ging es wenigstens für eine Nacht zum bereits gebuchtem Hotel. Einchecken, umziehen, schlafen legen. Auch wenn man nachts von tief durchtränkten Bassrhythmen und vom Party hungrigem Touristenvolk aus Richtung der Poolanlage auf Trab gehalten wurde, konnte man für die kommenden Tage wenigstens etwas Energie tanken. Denkste.

 

 

Nächsten Morgen, mit rot unterlaufenden Augen, ging es dann mit dem Taxi auch schon weiter zum Ubungo Bus terminal. Wenn man nur deutsche und geregelte Busbahnhöfe kennt, kannst du im ersten Moment schon mal von den vielen chaotischen Eindrücken und den Lärm erschlagen werden. Stelle dir ein alten Bolzplatz vor. Auf diesem schottrigen und altem Platz stehen kreuz und quer ca. 500 Busse, aus einer Zeit, in der ich wahrscheinlich noch nicht einmal geplant war. Tausende Leute umringeln diese um entweder loszufahren, diversen Kram zu verkaufen und/oder anzukommen. Hupen scheint hier auch eher ein Sport zu sein. Anzeigetafel, Fehlanzeige. Zum Glück aber begleitete uns der Taxifahrer vom Hotel direkt zu unserem gewünschten Bus. So schnell er uns hin gebracht hat, so schnell war er auch schon wieder in der Masse verschwunden. Dann stehst du also vorm Bus, umgeben von bereits 50 Händlern die dir alles versuchen anzudrehen und erklärst dem Busfahrer, er solle dich doch bitte kurz nach dem Mikumi Nationalpark an einer Lodge raus werfen. Offizielle Haltestopps gab es nämlich nicht. Nickend zugestimmt erhielten wir die Tickets und lies uns ein. Du steigst als die einzigen Touristen in den schon fast vollen Bus und suchst dir die letzte Reihe aus. Gaggernde Geräusche werden von mir zunächst nur als schlechten Klingelten angenommen. Auf halber Strecke zu den Sitzen erkannte ich jedoch, das mir auf Höhe der Gepäckablagen, aus mehreren Plastiktüten, einige kleine Hühnerköpfe entgegen glubschten. Nach kurzem Schreck konnte ich auch unter den Sitzen, neben diversen Reissäcken, einige erahnen. Nun war ich auch einmal teil eines Zoos. Klasse. Vor uns lagen also gut 300km und ca. 8 stunden rasante fahrt. Pünktlich nach 2 stunden warten ging es also los. Wenn man nicht schlafen konnte, hatte man ja die Gelegenheit, pickende Hühner auf dem Mittelgang zu beobachten. Wenn man jedoch durch den Mikumi Nationalpark fährt, kann man hin und wieder schon einige Giraffen, Affen und andere Herden beobachten. Das steigert dann auch unglaublich die Vorfreude auf die kommenden Safari Touren.

 

 

An der Lodge abgesetzt, hieß es wieder einchecken, umziehen, schlafen legen. Nach der ersten erholsamen Nacht, ging es dann endlich los. Tiere beobachten. Die nächsten zwei Tage waren also von einigen Safari Touren geprägt, die von Mitarbeitern der Lodge durchgeführt wurden. Ich will nicht beschreiben was für eine unglaublich tolle Erfahrung das ist. Du fährst entspannt mit einem offenen Jeep durch die Savanne und die warme Fahrtluft bläst dir ins Gesicht, während links und recht die Affen von Baum zu Baum springen und Elefantenhorden im Schlamm spielen oder kleinen Wasserlöchern stampfen . Die Tiere in ihrer freien Wildbahn und ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten ist einfach nur traumhaft. Wilde Löwen am Wasserloch, wartend auf ihrer nächste Beute. Gesellige Giraffen Familien, kauend mit ihren großen Mäulern hinter großen Bäumen und sattgrünen Sträuchern. oder hiesige Zebraherden am Horizont des Nationalparks. Bullige graue Flusspferde, schnaufend und Ohren wackelnd in ihren Gewässern. Das sind nur einige wenige Beispiele die Euch dort erwarten.

 

 

Nach einigen Tagen und Nächten hieß es leider wieder zurück nach Daressalaam. Also Daumen raus am Straßenrand und warten auf den Bus. Wieder Pünktlich nach einer Stunde, kam er auch. Begrüßt von einem Huhn am Steuer, ging es zurück zur Hauptstadt. Und dann weiter per Fähre nach Zanzibar City. Nach einer Nacht in der schönen alten Stadt ging es weiter nach Nungwi, an die nördlichste Spitze Zanzibars. Hier erwarten dich tolle große und kleine Hotelanlagen aller Preisklassen. Kilometer lange weiße feine Sandstrände und ein traumhaft tolles türkisblaues Meer. Was macht man an so einem Ort. Richtig. Relaxen und gammeln am Strand. Tage lang. Jedoch wollten wir auch abseits vom touristischen Gebiet. Wobei man nicht denken sollte das es so ausschaut wie im Strandbad Wannsee im Hochsommer. Jedenfalls fuhr uns unser Taxifahrer Mtombo quer durch die Insel nach Kizimkazi. Ein kleines Fischerdorf im Südwesten der Insel. Touristen scheinen sich hier wohl eher selten her zu verirren. Hier scheint die Zeit wirklich still zu stehen. Die Fischer gehen am Strand, ihrer Arbeit an Netzen und Booten nach, und am Straßenrand werden frische Mangos verkauft. Perfekt. Die nächsten tage sollten hier mit Schnorcheln und Sonnenbaden verbracht werden.

 

 

Doch absolutes Highlight war, als wir eines frühen morgens mit einem Fischer und seiner Nussschale raus zum Meer geschifft sind. Nach ca. einer stunde fahrt entlang an der Südküste, durchkreuzen wie aus dem nichts, unzählige Delphine unseren weg. Der Wahnsinn. Dann hieß es nur noch Masken auf, runter vom Boot und schnorcheln was das Zeug hält. Atemberaubend, wenn Delphine unter dir entlang schwimmen und über dich hinwegspringen. Dich scheinbar anschauen, umschwimmen und mit dir spielen.

 

Das wohl mit schönste Erlebnis zum Ende einer tollen Urlaubsreise.

 

 

Alles im allem ist diese Tour perfekt für Leute die nicht nur 2/3 Wochen am Strand rumlungern wollen. Sondern auch andere Kulturen kennenlernen möchten. Tier und Natur in ihrer wahren Schönheit erleben wollen. Etwas vom Land sehen und die Insel Zanzibar erkunden möchten. Besser als jeder Safari Pauschalurlaub. Es gibt noch weit aus mehr zu sehen in Tansania, wie beispielsweise den Kilimandscharo und deren Trecking Touren. Oder die Serengeti. Das muss natürlich jeder selbst mit seinen Ansprüchen an seinem Urlaub ausmachen. Jedoch ist dieser Reisemix aus Safari und Rundtrip sehr empfehlenswert. Und gleich auch etwas günstiger. Schon alleine Land, Leute und Tieren wegen. Abschließend möchte ich noch erwähnen das sämtliche Nächte im voraus einzeln gebucht wurden. Aber Tickets für Busse, Fährfahrten, Touren und Taxen vor Ort bezahlt wurden. Da kannst du dann schon mal gegenüber den Pauschal Touren mehrere hundert Euro sparen. Also eine suche vorneweg lohnt sich in diesem Fall sehr.

 

 

 

Fazit: In Tanzania werden einen nicht nur die Sinne geschärft, sondern man lernt auch die Schätze der Natur zu respektieren und wertzuschätzen. Schon alleine deswegen ist dieses Land eine Reise wert.

 

 

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Kommentare: 10
  • #1

    Yasmine (Samstag, 15 Oktober 2016 00:08)

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  • #2

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